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Meisterschulung zwischen den Meeren

Vor der Meisterprüfung steht die Ausbildung zum Bootsbauer. Die große Zahl der Yacht- und Bootsbaubetriebe im Lande erfordert auch entsprechend qualifizierte Fachkräfte. Es spricht für sich, dass sich hier mit der Landesberufsschule für Boots- und Schiffbau auch die größte Ausbildungsinstitution für den Bootsbau in Deutschland etablieren konnte. In der Landesberufsschule Bootsbau in Travemünde bekommen Lehrlinge aus 13 Bundesländern ihr Rüstzeug für ihre künftige berufliche Laufbahn über das hinaus, was sie in ihren Betrieben lernen. Unterrichtet werden bis zu 350 Bootsbauer-Lehrlinge in zehn etwa 4-wöchigen Unterrichtsblöcken.

Seit 1992 ist die Innung im nördlichsten Bundesland führend in der Vorbereitung angehender Bootsbauermeister auf die Prüfungen. Um die 20 bis 25 Bootsbaugesellen beteiligen sich jeweils an den Vorbereitungskursen auf die Teile I + II der Bootsbauermeisterprüfung. Insgesamt sind es seither weit über 250 Bootsbaumeister in ganz Deutschland, die durch die Vorbereitung in Travemünde die Meisterprüfung bestanden haben. Viele von ihnen waren früher Absolventen der Landesberufsschule. Die Kurse werden bedarfsgerecht alle ein bis zwei Jahre angeboten. Sie beginnen Anfang November und enden im Februar. Der Lehrgang erstreckt sich über gut 600 Stunden und wird inhaltlich auf die Verordnung über das Berufsbild und die Prüfungsanforderungen im praktischen wie im fachtheoretischen Teil der Bootsbauermeister-Verordnung abgestimmt. Positiv für die Teilnehmer: Die Innung stellt durch die enge Zusammenarbeit mit dem Prüfungsausschuss der Handwerkskammer Lübeck sicher, dass sich die Prüfungen nahtlos an den Lehrgang anschließen. Neun Wochen vor den Meisterkursen der Innung bietet die Kreishandwerkerschaft Lübeck Vollzeit-Vorbereitungskurse auf die Prüfungsteile III und IV der Meisterprüfung an. Die Kurse zur Vorbereitung auf die allgemeinen Teile III + IV bieten aber auch viele Handwerkskammern in anderen Regionen an, so das auswärtige 'Bootsbauermeisteraspiranten' nicht unbedingt die Lehrgänge in Lübeck besuchen müssen.

 Mehr Infos: www.hwk-luebeck.de .

 

Meister Bafög

Durch das Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) besteht ein individueller Rechtsanspruch auf Förderung von beruflichen Aufstiegsfortbildungen wie die Meisterkurse. Mit der Maßnahme wird die berufliche Qualifizierung unterstützt. Darüber hinaus will der Staat die Fortbildungsmotivation des Fachkräftenachwuchses fördern. Ziel ist es, potenziellen Existenzgründern einen Anreiz zu geben, nach erfolgreichem Abschluss der Fortbildung den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen und Arbeitsplätze zu schaffen. Mehr Informationen unter www.meister-bafoeg.info/de . Für Meisteraspiranten aus Schleswig-Holstein hat die Investitionsbank in Kiel (www.ib-sh.de ) die praktische Ausführung des Meister-Bafögs übernommen.